Garantiezins bei Lebensversicherungen sinkt weiter


Es ist amtlich: Ab dem 1. Januar 2022 dürfen Versicherer bei Neuverträgen nur noch 0,25 Prozent p.a. Verzinsung versprechen. Für die Altersvorsorge reicht das nicht aus.

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Schild Sackgasse Ende der Straße

Seit Jahrzehnten vertrauen die Deutschen auf die klassische Lebensversicherung. Sie galt lange Zeit aufgrund eines rentablen Garantiezins als „sicher“ und „berechenbar“ und diente daher vielen Bundesbürgern als Vorsorge für das Alter. Kein Wunder: Bis vor der Jahrtausendwende durften Versicherer noch vier Prozent jährliche Verzinsung versprechen. Seitdem ist dieser Wert kontinuierlich gesunken und lag zuletzt nur noch bei 0,9 Prozent. Der Hauptvorteil der Lebensversicherung – die sicher berechenbare Rentabilität – ist also längst dahin. Nun setzt sich der Sinkflug des Garantiezinses weiter fort.

Denn seit dem 22. April 2021 ist es amtlich: Ab dem kommenden Jahr dürfen Versicherer bei Neuverträgen nur noch eine jährliche Verzinsung von maximal 0,25 Prozent versprechen. Somit lässt sich mit der vermeintlich sicheren Lebensversicherung nicht einmal der Kapitalerhalt absichern. Denn die Inflationsrate lag in den letzten Jahren in der Regel deutlich über ein Prozent. Im März 2021 stieg sie etwa auf 1,7 Prozent. Liegt die Verzinsung unter der Inflationsrate, verlieren Versicherte effektiv Geld, das ihnen gegebenenfalls im Alter fehlen könnte.

Wer sich also heute mit dem Thema Vermögensaufbau für das Alter beschäftigt, muss sich mit alternativen Anlageformen auseinandersetzen, die einen höheren jährlichen Ertrag erwarten lassen. Die Anlage in Private Equity ist nur eine von ihnen. Im diversifizierten Dachfondskonzept ist diese Anlageform auch für Privatanleger zugänglich und lässt sich sogar monatlich besparen.